iPad App Vergleich: Medienverwaltung für den Bücherwurm

Auf der Suche nach einem Bibliothekar

Als großer Fan von bedrucktem Papier in Buchform, bin ich auf der Suche nach einem App zur Verwaltung meiner Sammlung mit über 500 Büchern. Nun habe ich den App Store durchgewühlt und stelle Euch hier mal das Ergebnis vor.

Die Kandidaten

iBookshelf, My Library


Beide Programme stammen aus dem gleichen Haus. My Library hat zwei zusätzliche Datenbanken für Medien (Film, Musik). Im Querformat hat man eine Coverflow Ansicht, im Hochformat die Datenbankübersicht. Man kann sich die Datenbank, über Kurzwahltasten am unteren Rand, nach unterschiedlichen Sortierungen anzeigen lassen. Besonders in My Library verbergen sich unter More weitere dieser Sortierungen. Der Wechsel zwischen hoch- und quer Modus funktioniert nicht sauber. Man muss stellenweise das iPad stark kippen bis das App reagiert, oder auch nicht. Beim Bearbeiten der Einträge kommt es manchmal zu Darstellungsfehlern. Man kann seine Listen als CSV über Netzwerk importieren und die Datenbanken auf Dropbox oder mittels E-Mail sichern bzw. zurück spielen. Daten werden nach Beschreibung in 16 unterschiedlichen Quellen gesucht. Bei den von mir eingegebenen Büchern waren die Informationen, die gefunden wurden, nicht sehr vielfältig. Man kann auch in Büchereien nach einem Buch suchen.

  • Pro: Cowerflow, viele Sortiermöglichkeiten
  • Contra: Wechsel zwischen Cowerflow und Datenbankansicht funktioniert nicht sauber, Englisch

Book Crawler


Für meinen Geschmack deutlich nettere Optik, wenn auch verspielter. Schnellansichten nach Titel oder Autor und diverse weitere Sortierungen. Man kann die Bücher in eigene Sammlungen sortieren. Suche erfolgt nur über Google Books. Man kann die ganze Datenbank, eine Sammlung oder einzelne Bücher via E-Mail versenden, sowie auf Facebook oder Twitter veröffentlichen. Coverflow ist auch vorhanden und kann über einen Knopf aufgerufen werden.

  • Pro: Übersicht und Detailansicht im Querformat nebeneinander
  • Contra: Es werden nicht alle Infomationen übernommen, z.B. Kurzfassung fehlt

Book Keeper


Ähnlich wie iBook mit einem Holzregal. Der Umfang der gespeicherten Informationen ist sehr dünn. Sortiert wird automatisch nach Titel, wobei am rechten Rand ein alphabetischer Scrollstreifen eingeblendet wird, wenn mehr Bücher auf dem virtuellen Regal stehen.

  • Pro: Übersicht wie iBook über die Cover
  • Contra: keine weiteren Möglichkeiten der Sortierung. Nur wenige Daten von Google Books werden übernommen.

iBibliotecary


Super schlichtes Design, aber dadurch auch keine übersichtliche Darstellung. Auf der ersten Ebene können/müssen Kataloge angelegt werden, in denen die Bücher untergebracht werden. Entweder hat man zur besseren Gesamtübersicht nur einen Katalog oder eine Unterteilung, die dann aber keine Gesamtübersicht ermöglicht. Dann das gleiche wie vorher, ISBN eingeben und suchen lassen. Hier wird dann angezeigt, was wo gefunden wurde und man kann den Eintrag auswählen. Hier werden dann auch wirklich alle Einträge übernommen. Alle Daten können auch hier bearbeitet werden und es gibt Schalter für Gelesen und Geliehen. Das ganze in Deutsch. Einzelne Einträge kann man als Empfehlung senden.

  • Pro: guter Informationsumfang aus der Übernahme von Google Books bzw. Amazon (inkl. Kurzfassung)
  • Contra: Keine Sortiermöglichkeit, schlechte Übersicht über alle Kataloge/Bücher.

Fazit

Irgenwie eine Kombination aus allem wäre das ideale App. Weiterhin sind auch die verwendeten Datenquellen sehr eingeschränkt und man kann keine eigenen hinzufügen. Die Informationen die dort zu finden sind, sind stellenweise, besonders für deutsche Bücher, sehr dünn. Auch sind die gefundenen Cover nicht für das iPad optimal, da fehlt es deutlich an Auflösung. Keins der Appps hatte während meiner Tests nicht wenigsten einen Absturz, stellenweise mit Datenverlust des letzten Eintrags.

Ich persönlich habe mich dann doch für den Book Crawler entschieden.

Ausblick

Man könnte noch eine eigene Datenbank mit Bento aufbauen. Dort könnte man bei geliehen oder verliehenen Büchern eine Verbindung zur den Kontakten herstellen. Nur die Daten der Bücher muss man dann mit einer anderen Software sammeln und in die Bento Datenbank importieren.

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